Beim Gottesdienst zum Schuljahresanfang haben wir uns mit Sorgen und Wünschen beschäftigt.
Wäre es nicht schön, wenn unsere Sorgen wie Seifenblasen zerplatzen könnten? Wäre es nicht schön, wenn unsere Wünsche schillernd und schön wie Seifenblasen ungeahnte Höhen erreichen könnten?
Im Glauben dürfen wir darauf vertrauen, dass wir unsere Sorgen- und Wünscheseifenblasen nicht allein tragen. Wir dürfen sie vor Gott tragen – das, was uns belastet, und das, was uns Hoffnung gibt.
So haben wird diesen Gottesdienst mit Seifenblasen und Gott gefeiert. Wir haben unsere Sorgen und Wünsche vor Gott gebracht, in der Hoffnung, dass Gott bei uns ist und uns in jeder Situation beisteht und hilft.
Wir wünschen allen einen guten Start ins neue Schuljahr! Schön, dass ihr wieder da seid!
DS-Kurs unterhielt bestens mit einem bunten Potpourri aus Improvisation und kreativen Szenen-Ideen
Am Dienstag, den 16. Juni, war es endlich so weit: Wir vom Kurs Darstellendes Spiel hatten unsere Aufführung vor einem geladenen Publikum. Und um es vorweg zu nehmen: Während der gut 70-minütigen Werkschau wurde sehr viel gelacht und wir haben ein durchweg begeistertes Feedback für unsere lebhafte Darbietung bekommen.
Wir haben viele verschieden Szenen, Übungen und Spiele gezeigt um einen möglichst realistischen Einblick in unseren Unterricht bei Frau Stubbe zu zeigen – und damit das Publikum bestens unterhalten.
Das ganze vergangene Schuljahr über haben wir uns mit verschiedenen Möglichkeiten, eigene Szenen zu entwickeln, beschäftigt. Dazu haben wir mit vielen verschiedenen Regeln, Genres und theaterästhetischen Gestaltungsmitteln gearbeitet, welche die Szenen bewusst und interessant gestalten. Ein weiterer großer Punkt in unserem Unterricht war die Improvisation. So haben wir zum Beispiel mit einem vorgegebenen Gegenstand eine Szene gespielt, ohne vorher zu wissen, was passiert. Jeder von uns ist dabei über sich selbst hinaus gewachsen und hat sich selbst von einer ganz neuen Seite kennengelernt.
Vor Beginn der Show haben wir dem Publikum einige unserer „Warm-Ups“ gezeigt und die Gäste eingeladen mit uns zu spielen. Angefangen haben wir dann auf der Bühne mit der Impro-Übung „Bilder stellen“, wobei wir nach Themenwünschen des Publikums („Hochzeit“ und „Michael Jackson“) auf der Bühne ein lebendiges Foto erstellt haben. Danach folgte „Wachsen und Schrumpfen“, eine Improvisationsübung, bei welcher Stück für Stück immer mehr Schüler:innen auf die Bühne dazukommen und sich jedes Mal eine neue Szene entwickelt. Im echten „Profi-Format“ „A spricht B spricht C“ spielten Anton, Emil und Ole auf Wunsch des Publikums „Rapunzel“ nach. Der Haken an der Sache: Die Schauspieler haben nicht die eigene Rolle gesprochen, sondern immer die einer anderen Person – ein äußerst erheiterndes Unterfangen, das vor Zuschauern riesigen Mut erfordert, da übliche „mentale Kontrollmechanismen“ außer Kraft gesetzt werden.
Danach folgten ausgewählte Szenen, die im Unterricht entstanden sind. Zuerst gab es eine Werbung, bei welcher eine Krippe auf der Website „Krippen-im-Juni“ verkauft wurde – natürlich zu einem Sonderpreis. Danach konnten sich drei Publikumsteilnehmer als Regisseure üben: Vor Beginn der Aufführung hatten einige Zuschauer Handlungsanweisungen auf Zettel geschrieben. Diese wurden zunächst eine Minute ausgeführt und dann noch einmal durch konkrete theaterästhetische Mittel verändert, welche die Publikumsregisseure aus einem Pool von Vorschlägen auswählen durften. So wurden die Stühle in Zeitlupe verrückt, der Helm wütend aufgesetzt, der Stuhl schreiend bestiegen, die Treppe in Roboter-Manier und im Zeitraffer erklommen…
Eine weitere Szene, in der ein antiker Kompass im Mittelpunkt stand, wurde nach Publikumswünschen verändert: Dabei bekamen Jara, Tabea und Malte je ein neues Gefühl zugewiesen (traurig, aggressiv, betrunken) und ließen damit völlig spontan eine veränderte Szene entstehen – dies gelang ihnen sehr überzeugend und amüsant.
Anschließend folgten Szenen mit verschiedenen Genres (Abenteuer, Fantasy, Kindersendung) sowie Szenen, welche auf einen Monolog aus Büchners Leonce und Lena aufgebaut wurden. Es wurde deutlich, wie unterschiedlich Szenen sein können, auch wenn sie dieselben Voraussetzungen haben. Dies war auch beim letzten Szenenblock zu sehen, bei welchen wir 5 Kriterien benutzten (u.a. etwas Gesungenes, 10 Sekunden lachen, eine Tätigkeit, die 15 Mal ausgeführt wird…), um daraus Szenen zu entwickeln. Jede dieser Szenen hatten eine komplette andere Handlung unterschiedliche Verläufe – am Ende mündete das Highschool-Drama um eine große Liebe in einer beschwingten Choreografie, bei der noch einmal die ganze Gruppe zu „Die Tasse Kaffee“ auf der Bühne stand und die Zuschauer bestens gelaunt in den Abend entließ. Ein gelungener Abend, dem anzumerken war, was Malte Rüsel als Abschlusswort ans Publikum richtete „Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und wir sind froh, dass wir dieses Fach an der Angelaschule belegen dürfen!“.
Weitere Impressionen dieses Abends finden sich in unserer Galerie.
Am Donnerstagabend haben die Abiturient:innen ihre Zeugnisse bekommen und damit Platz gemacht für die neuen Angelaner:innen, die wir am Freitagnachmittag begrüßten.
Zu solch einem schönen Anlass gehört auch passende Musik, und für die sorgte die Bläserklasse 5a mit Herrn Sauer, die der Hitze trotzte und zeigte, wie aus 30 Schüler:innen in einem Jahr eine Klassengemeinschaft werden kann.
Diese Aufgabe, miteinander auf einen guten Weg zu kommen, erwartet nun auch die vier neuen fünften Klassen. Begleitet werden sie dabei von ihren Klassenlehrer:innen Gabi Sommer (5d), Gerrit Bodde (5c), Stefanie Riehemann (5b) und Simone Kassenbrock (5a). Unterstützung bekommt jede Klasse außerdem von Pat:innen aus dem neunten Jahrgang, die die Angela gut kennen und helfen werden, dass es allen Neuen bald genau so geht.
Klasse 5a – Frau KassenbrockKlasse 5b – Frau RiehemannKlasse 5c – Herr BoddeKlasse 5d – Frau Sommer
Nachdem die Listen vorgelesen und das große „Wer mit wem-Rätsel“ damit gelöst war, verflog die anfängliche Nervosität bei den meisten Kindern ganz schnell. Bei Spielen wie „Alle die…“ konnten alle schonmal sehen, wer noch gerne Fußball spielt oder auch ein Kaninchen hat – und beim Sortieren nach bestimmten Aufgaben war erster Teamgeist gefragt.
Liebe neue Angelaner:innen! Schön, dass ihr endlich da seid. Wir heißen euch und eure Familien herzlich willkommen und freuen uns auf alles, was wir zusammen erleben werden. Jetzt wünschen wir euch aber zunächst fantastische Sommerferien – wir sehen uns zur Einschulung am 14. August!
Nachdem wir die Bundesjugendspiele vorher zweimal wegen des vielen Regens absagen mussten, konnten wir am 17.06. beim 3. Anlauf einen schönen Gemeinschaftstag mit viel Spaß und sportlichem Ehrgeiz erleben. Wieder einmal kamen über 400 Schüler:innen unserer Jahrgänge 5 – 8, ca. 50 Lehrkräfte und nahezu 40 Helfer:innen, Betreuer:innen und Schiedrichter:innen (Jg. 11/12) auf dem Gelände des SSC Dodesheide zusammen, um die jährlichen Bundesjugendspiele mit Weitwurf, Weitsprung, Sprint in den Einzeldisziplinen sowie Pendelstaffelwettkampf und Fußballturnier als Klassengemeinschaft durchzuführen.
Viele weitere Impressionen der Bundesjugendspiele unserer Jahrgänge 5 – 8, mit Staffelwettkampf und Fußballturnier finden sich in unserer Galerie.
Wir haben uns wieder einmal sehr gefreut über diesen gemeinsamen Sporttag, euren tollen Einsatz und das jubelnde Anfeuern am Spielfeldrand! Das war herrlich anzuschauen!
Besonders bedanken möchten wir uns bei allen begleitenden Lehrkräften der Klassen 5 – 8, bei unserer Sporthelferklasse 11e sowie den beiden Sporttheoriekursen 12, unserem neuen Schulsanitätsdienst (11 Schüler:innen, Fr. Hoffeld/ Frau Sauer als Leitungen), dem Team und Hausmeister des SSC Dodesheide!
Wir freuen uns schon auf die Spiele im nächsten Jahr!
Treffsicher argumentieren, Blickkontakt gezielt einsetzen, die eigene Stimme gezielt und bewusst nutzen sowie durch Körpersprache Präsenz zeigen – mit diesen Elementen wirkungsvoller Kommunikation beschäftigten sich Schüler:innen der Klasse 8d sowie der Kurse DE1 und PO1 (Jahrgang 12) unter Leitung von Herrn Koltermann und Frau Blaschke im Rahmen eines Rhetorikworkshops. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur theoretische Grundlagen, sondern vor allem praktische Übungen.
Unterstützt wurden die Teilnehmenden von vier Schülerinnen der Thomas-Morus-Schule: Carla und Djellza (9a) sowie Luna und Elisa (9b). Die Neuntklässlerinnen hatten selbst mit ihrem Deutschkurs am Workshop teilgenommen und konnten ihre Erfahrungen nun an andere Lernende weitergeben.
In kleinen Gruppen arbeiteten die Schüler:innen gezielt an ihrem sprachlichen Ausdruck und ihrer Körpersprache. Eigene Redebeiträge wurden in einem geschützten, bewertungsfreien Rahmen erprobt, reflektiert und anschließend gemeinsam weiterentwickelt. Alle Teilnehmenden gingen sehr offen mit den Rückmeldungen von Lehrkräften sowie Mitschüler:innen um und ließen zahlreiche Anregungen unmittelbar in ihre Präsentationen einfließen.
Durch die Unterstützung der erfahrenen TMS-Schülerinnen konnte in besonders kleinen Lerngruppen gearbeitet werden. Dies ermöglichte eine individuelle Begleitung und bot den Schüler:innen die Gelegenheit, ihre rhetorischen Fähigkeiten intensiv zu trainieren.
Nico Krone, Jahrgang 12, fasst zusammen: „Die im Workshop erlernten Fähigkeiten sind meiner Meinung nach sehr wichtig. Auch wenn ich anfangs sehr skeptisch war und ein bisschen Angst vor zu viel Theorie hatte, haben wir den Tag mit viel Praxis und in Kleingruppen verbracht, sodass jeder sein individuelles Feedback bekommen konnte. Zu spät kann so etwas auf keinen Fall sein, da man diese Fähigkeiten auch außerhalb der Schule sehr gut gebrauchen kann. Jedoch hätte ich den Workshop vor ein paar Jahren schon noch besser gebrauchen können, da den Schülern in der Schule immer gesagt wird, dass sie Präsentationen halten sollen, jedoch liegt nie wirklich der Fokus darauf, WIE man letztendlich ein Referat oder eine Präsentation wirkungsvoll halten kann. Und genau das war der Fokus des Workshops, aus dem ich für mich sehr viel mitnehmen konnte.“
Der Workshop zeigte zudem neben allem inhaltlichen Lernzuwachs sehr eindrucksvoll, wie gewinnbringend Lernen über Jahrgänge und Schulformen hinweg sein kann. Die Angelaschüler:innen konnten wichtige Kompetenzen erwerben, die im Schulalltag oft nur am Rande thematisiert werden, während zugleich eine Kooperation auf Augenhöhe zwischen Schüler:innen beider Schulen initiiert wurde.
Am vergangenen Samstag, den 18. April, hieß es wieder: gemeinsam anpacken für unseren schönen Schulpark. Rund 40 engagierte Helfer:innen aus unserer Schulgemeinschaft waren dabei und sorgten mit viel Einsatz und guter Laune dafür, dass an vielen Stellen im Park sichtbar etwas geschafft wurde.
Das größte Projekt des Tages war die Pflanzung von fünf größeren Bäumen in unserem Schulpark. Da sich die hier bislang stark vertretene Buche langfristig als wenig klimaresistent gezeigt hat, wurden mit Unterstützung von schwerem Gerät neue Baumarten eingesetzt, die besser an Trockenheit angepasst sind. Gleichzeitig sollen sie unseren kleinen Wald bereichern, verschönern und das Blätterdach nach und nach wieder schließen.
Tatkräftig unterstützt wurden wir dabei von der Firma Stolze Garten- und Landschaftsbau, bei der wir uns herzlich bedanken möchten.
Doch auch an anderen Stellen wurde fleißig gearbeitet. Im Niedrigseilgarten wurden beispielsweise neue Hackschnitzel verteilt und auf der Sportwiese wurde das Beachvolleyballfeld mit Spaten, Schaufel und Besen von hereingewachsenem Gras befreit. Die Beachsaison kann also kommen!
Auch die Artenvielfalt kam nicht zu kurz: Auf der Blühwiese wurde neues Saatgut eingearbeitet, damit sie in den kommenden Monaten wieder bunt erblühen kann. Außerdem wurden ausgeblühte Tulpenzwiebeln gesetzt, die uns freundlicherweise von der Gärtnerei Rosen Niehenke zur Verfügung gestellt wurden. Vielen Dank auch dafür!
Beim gemeinsamen Frühstück wurde anschließend auf das Geschaffte zurückgeblickt. Einig waren sich alle: Wir hatten wieder einmal großes Glück mit dem Wetter, es hat Spaß gemacht – und gemeinsam lässt sich einfach am meisten bewegen.
Wir bedanken uns bei allen Helfer:innen und freuen uns schon jetzt auf den nächsten Aktionstag im Herbst!
Viele Impressionen finden sich in unserer Galerie.
Unter dem Motto „Entdecke die Angela“ öffnete unsere Schule am Mittwoch ihre Türen für zahlreiche interessierte Besucher:innen. Zwar zeigte sich das Wetter mit grauen Wolken und Regen nicht von seiner besten Seite, doch im Inneren der Schule herrschte eine umso herzlichere und lebendigere Atmosphäre. Viele Eindrücke davon finden sich in unserer Galerie.
Viele Kinder nahmen am Schnupperunterricht teil und konnten dabei erste Eindrücke vom Lernen an unserer Schule gewinnen. Während die zukünftigen Fünftklässler:innen aktiv am Unterricht teilnahmen, wurden ihre Eltern vom Jahrgang 12 bestens mit Kaffee und Kuchen versorgt. Außerdem stellten sich die zukünftigen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer Frau Riehemann, Frau Sommer, Herr Bodde und Frau Kassenbrock vor.
In der Pausenhalle präsentierten sich zahlreiche Gruppen und Initiativen der Schulgemeinschaft mit Informationsständen. Unter anderem konnten sich die Gäste über die Arbeit des Fördervereins, der Elternvertretung, der Schulsozialarbeit sowie des Beratungsteams informieren. Auch Projekte und Arbeitsgemeinschaften wie Bewegte Schule, die Unsere-Welt-AG oder die Fair-Trade-School stellten sich vor und luden zu Gesprächen ein.
Im gesamten Schulgebäude gab es viel zu entdecken und auszuprobieren. In Klassenräumen, Fluren und Fachräumen warteten vielfältige Mitmachaktionen auf die kleinen und großen Besucher:innen. Auf dem Ruder-Ergometer konnten sportliche Gäste ihre Kräfte testen, während in Physik und Chemie spannende Experimente zum Staunen einluden. In anderen Räumen wurde an Nähmaschinen genäht, in den Kunsträumen gebastelt oder beim Schulsanitätsdienst das Anlegen von Verbänden geübt. Die Akrobatik-AG zeigte ihr Können und lud zum Mitturnen ein, und im Computerraum konnten Interessierte erste Schritte im Programmieren ausprobieren.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Im Englischraum gab es eine gemütliche Teestation, bei den Französischkursen dufteten frisch zubereitete Crêpes, und die Oberstufe versorgte die Gäste mit Kaffee und Gebäck.
Für ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm sorgten mehrere musikalische und künstlerische Beiträge. Die Bläserklassen begeisterten mit schwungvollen Auftritten, der Lateinkurs präsentierte ein unterhaltsames Theaterstück, und der Unterstufenchor lud mit fröhlichen Mitmachliedern zum Mitsingen ein.
Trotz des regnerischen Wetters war die Stimmung durchweg positiv. Viele Gespräche, neugierige Fragen und strahlende Gesichter zeigten, dass der Tag für alle Beteiligten ein gelungenes Erlebnis war. Besonders schön war es zu sehen, wie viel Freude die Kinder beim Entdecken der Schule hatten – vielleicht waren darunter schon einige zukünftige Angelanerinnen und Angelaner?
Der „Club der toten Dichter“ auf der Bühne der Angelaschule
Wenn wir als Theaterleitung auf unsere Inszenierung von “Der Club der toten Dichter” zurückblicken, überwiegt vor allem ein Gefühl: große Dankbarkeit. Dankbarkeit für eine großartige Truppe, die sich mit Offenheit, Mut und Interesse auf dieses Stück eingelassen hat – und es in den Aufführungen am 5., 6. und 7. Februar 2026 um 19 Uhr sowie am 8. Februar 2026 um 17 Uhr lebendig werden ließ.
Als Schülerin hatte ich das Stück kurz nach Erscheinen des Kinofilms Anfang der 90er Jahre in einer Inszenierung der Theater-AG des Gymnasiums Bad Iburg gesehen. Besonders von Neil und Mr. Keating war ich fasziniert; eine Nachbarin von mir hatte eine Nebenrolle und ich fand es unglaublich, dass sie diese charismatischen Schauspieler:innen persönlich kannte. Meine Leidenschaft für Theater war geboren.
Doch nicht nur das, irgendwie war auch die Zugewandtheit des Mr. Keating etwas, was ich immer in eigenen Lehrer:innen und später dann Kolleg:innen zu schätzen wusste, und auch selbst versuche, umzusetzen. Mit meinem ersten Abiturjahrgang 2013 las ich den Roman im Englischunterricht, doch verschwand er dann wieder aus meinem Blickfeld.
Bis vor einem Jahr: Ich hatte plötzlich die Idee, dieses Werk bei der Auswahl unseres neuen Stückes in den Ring zu werfen. Und die Mehrheit entschied sich nach einer Anspielrunde dafür.
Auch wenn besonders das Casting eine große Herausforderung darstellte, schließlich hatten wir für eine so große Truppe zu wenige Sprechrollen, blieb die Faszination für das Stück erhalten. Und irgendwie merkten dann doch alle, dass genau diese Rollenkonstellation passte. Besonders das Zusammenspiel auf der Bühne wuchs im Laufe der Wochen zu einer echten Gemeinschaft heran, aber nicht nur dort. Diese Theater-AG lebt auch von dem Engagement neben, hinter, vor und um die Bühne herum: Plakatentwürfe, Technik, Musikvorschläge, Trailer-Dreh, Öffentlichkeitsarbeit, Social-Media, Programmheft, Kartenerstellung, Verpflegung, Bühnenaufbau etc. Ich kann gar nicht alles aufzählen, aber es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie Schüler:innen neben Rollenlernen und Schulalltag auch noch andere Aufgaben übernehmen oder Ehemalige von Studium oder Ausbildung zu Besuch kommen, um uns in unterschiedlichen Bereichen zu unterstützen.
Besondere Highlights der Proben und Inszenierungen waren die Szenen der Clubmitglieder. Hier entstand eine tolle Dynamik, sei es beim Toben im Zimmer von Neil und Todd, beim Anruf von Knox oder der Schlägerei zwischen Charlie und Richard. Aber auch die dramatischen Szenen um Keating und seine Schüler:innen wurden „gelebt“. Diese Echtheit übertrug sich auch auf das Publikum und machte viele Szenen besonders intensiv.
Das Wetter erschwerte in diesem Jahr die Proben und den Verkauf, da durch Eisglätte drei Proben und zwei Verkaufstage ausfielen, aber sobald die Bühne am eisfreien Freitag stand, gab es kein Zurück mehr und man konnte ein weiteres Mal die spezielle Wirkung der Bühne und der Kostüme erleben. Aus Schüler:innen wurden Schauspieler*innen.
Für uns als Theaterleitung war es wunderbar, die Begeisterung der Spielenden, aber auch des Publikums zu erleben. Dass die Vorstellungen so positiv angenommen wurden, dass die letzten beiden Vorstellungen ausverkauft waren und wir Anfragen zu Verlängerungen bekamen, ist für uns die schönste Bestätigung dieser intensiven Arbeit.
Ein besonders emotionaler Moment ist immer die Dernière, bei der die 13er ihre Lieblingsszene aus den gespielten Stücken noch einmal präsentieren dürfen. Diesmal war es ein Abschied von sieben Schüler:innen von Bühne und Technik, der auf allen Seiten tränenreich endete.
Wir sind stolz auf unsere Theater-AG – und auf jeden einzelnen, der diesen besonderen „Carpe-Diem“-Moment mitgetragen hat.
Viele weitere Bilder und Impressionen von den Auftritten finden sich in unserer Galerie.
Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.
Wilhelm von Humboldt
Seit Sonntag fand erstmalig der Austausch mit der St. Basilius Schule aus der Ukraine statt. Einen Bericht über die ersten Tage des Austauschs können Sie hier nachlesen.
Am Mittwochmorgen ging es für die ukrainischen Schüler:innen dann mit Christian Koltermann zu dem Amazone Werk in Hasbergen-Gaste. Dort erhielten sie einen Überblick über die Anfänge des Unternehmens, das 1883 gegründet wurde. Bereits 1906 wurde, getreu dem Leitspruch des Firmengründers Heinrich Dreyer „Wir müssen hinaus in die Welt“, die erste Getreidereinigungsmaschine nach Chile exportiert. Zudem erhielt die Gruppe eine Führung durch die Fertigungshallen im Stammsitz und konnte so die Produktion der Landmaschinen nachvollziehen. Ein Mittagessen in der Kantine rundete den interessanten Vormittag ab.
Am Mittwochnachmittag haben die Schüler:innen, Lehrer:innen, die Schwestern der Angelaschule sowie die Eltern die Partnerschaft beider Schulen in einem Gottesdienst mit dem Generalvikar Herrn Beckwermert gefeiert. Dieser betonte in seiner Predigt, dass man nicht immer von Beginn an ganz genau wissen müsse, wie sich ein Projekt entwickelt. Bisweilen sei es besser, einfach ein Zeichen zu setzen und zu beginnen – ein Aspekt, dem wir uns nur anschließen können. Vorbereitet wurde die Messe von Frau Tüllinghoff und drei engagierten Schülerinnen aus ihrem Seminarfach, die im August zum ersten Mal Lehrer:innen und Schüler:innen des Basiliusgymnasiums getroffen haben. Wunderschön musikalisch gestaltet wurde sie von Swenna Wilhelm (Jg. 13) und Herrn Bodde.
Anschließend ging es für einen kleinen Empfang in den Konferenzraum der Angelaschule. Herr Bukatchuk, der Schulleiter der Partnerschule St. Basilius, und Herrn Liuklian, ein Deutschlehrer der Schule und Organisator des Austausches auf der ukrainischen Seite, waren digital zu der Veranstaltung zugeschaltet. Zu Beginn hat Herr Stich die Anwesenden begrüßt und ist darauf eingegangen, wie schön es sei, dass sich nach der ersten Begegnung zwischen einem Seminarfach aus dem 13. Jahrgang und Schüler:innen der St. Basilius Schule im August 2025 (Bericht hier nachzulesen) ein Austauschprogramm entwickelt hat. Er bedankte sich für das Engagement auf beiden Seiten und zeigte sich zufrieden mit dem Projekt und dem dadurch zustande gekommenen Austausch.
Anschließend ergriff Herr Bukatchuk das Wort und bedankte sich ebenfalls für die gelungene Zusammenarbeit. Er selbst werde im Februar bei einem Besuch in Deutschland auch die Angelaschule besuchen und dann seinerseits die Partnerschaftsschule kennenlernen und die Urkunde unterzeichnen. Daraufhin haben Julia und Polina, zwei der ukrainischen Austauschschüler:innen, ihre Schule mithilfe einer Präsentation vorgestellt, sodass alle Anwesenden einen Eindruck von ihrem Schulalltag erhalten haben. Frau Litsovska, die begleitende Lehrerin der Ukrainer, und Herr Stich haben im Anschluss die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Abschließend kamen alle bei Getränken und einem Fingerfood-Buffet ins Gespräch über den Austausch, die Schulen und die Erfahrungen der ersten Tage.
Am Donnerstag wurde es sportlich. Zunächst haben die ukrainischen Schüler:innen den Vormittag im Nettebad verbracht und ausgiebig die Rutschen getestet. Am Nachmittag durften die deutschen und ukrainischen Schüler:innen ihr Können bei mehreren Partien Bowling unter Beweis stellen.
Freitagvormittag haben die Ukrainer zuerst den Unterricht ihrer deutschen Austauschpartner:innen begleitet, um einen Eindruck von ihrem Schulalltag zu bekommen und haben von ihnen noch eine Führung durch die Schule erhalten. In der 6. Stunde kamen sie mit einem Journalisten von der NOZ ins Gespräch über ihre Erfahrungen und haben die Woche mit den Lehrkräften Revue passieren lassen. Den Artikel zum Gespräch finden Sie hier. Am Nachmittag wurden dann noch Mitbringsel für zu Hause in der Stadt besorgt und der letzte Abend in den Gastfamilien genossen.
Am Samstagmorgen traten unsere Gäste aus der Ukraine dann den langen Rückweg an. Ein Abschied voller Emotionen. Diese Woche wird allen Beteiligten wahrscheinlich noch lange in Erinnerung bleiben und das Erlebte hoffentlich vielen weitererzählt werden. Nach einer erneut langen Reise sind die ukrainischen Gastschüler:innen wieder gut zu Hause angekommen.
Kurz vor Weihnachten luden die Bläserklassen, die Bigband und das Blasorchester zu einem stimmungsvollen Adventskonzert in die Aula der Angelaschule ein. Die jüngsten Schüler:innen aus der Bläserklasse 5 präsentierten sich nach nur vier Monaten Unterricht mit den ersten einstudierten Stücken vor einem großen Publikum. Auch die Bläserklassen 6 und 7 boten ein abwechslungsreiches Programm mit bekannten Weihnachtsliedern und Arrangements aus dem Bereich klassischer Orchesterliteratur und Pop-Musik.
Nach einer Pause mit Glühwein und Punsch, den die Mitglieder des Schulelternrats ausschenkten, stellten die Bigband und das Sinfonische Blasorchester ihr Können unter Beweis. Die anspruchsvollen Stücke begeisterten das Publikum durch Klangfülle, Ausdrucksstärke und Temporeichtum. Zwischen den Präsentationen der Bläserensembles konnten sich die Zuhörer immer wieder aktiv beteiligen und mit Unterstützung der Musiker die Lieder „Wir sagen euch an den lieben Advent“, „In the Bleak midwinter“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ singen. Ein rundum gelungener Abend!